Einfamilienhaus: die ewige Frage nach dem Keller

Wenn man Umfragen glaubt, möchten 95 % aller deutschen Eigenheimbauer nicht auf einen Keller verzichten. – Doch die Praxis richtet. Tatsächlich baute im vergangenen Jahr über ein Drittel der Bauherren ihr Haus ohne Keller. Und: Tendenz steigend, denn 1993 waren es erst 25%.

Woran liegt es? Tatsächlich ist eine gewisse Wandlung und Befreiung aus althergebrachten Wohntraditionen erkennbar. Raus aus dem Keller bedeutet öffnen, sich zeigen, Freiheit.
Sicher spielen auch die außerordentlich hohen Grundstückpreise im Bereich der Großstädte eine Rolle. Der Bauherr wird dadurch leider allzuoft gezwungen, gerade dort zu sparen, wo er keine großen Kompromisse eingehen sollte: An dem Haus in dem er Leben wird.
Dennoch ist es richtig, dass wer sparen muss – oder will, eine seiner Überlegungen auf den Keller richten sollte und prüfen muß, ob er seine Ansprüche und Wünsche nicht auch ohne Keller sinnvoll umsetzen kann.

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Ein tolles Haus kann auch ohne Keller gebaut werden. Technisch übrigens treten hinsichtlich der erforderlichen Fußbodendämmung heutzutage keine Probleme mehr auf.

Zu vergleichen wäre also die Ersparnis von z.B. 50.000,00 Euro bei Wegfall des Kellers mit dem Mehraufwand, der entsteht, weil vielleicht im EG zusätzlich Abstellfläche geschaffen werden muss oder Platz für die Haustechnik benötigt wird. – In der Regel ist die Ersparnis dennoch deutlich.
Und wenn Bekannte oder Freunde zigmal behaupten, nur ein Haus mit Keller sei ein richtiges Haus -Altbackenes ist nun mal zählebig- sollte allein die Bauherrenfamilie entscheiden was ihren individuellen Bedürfnissen näher kommt. Fachberater und Architekten können hier durchaus beratend wirken.

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