Der Garten am Haus

Wer in den Städten durch die Eigenheimsiedlungen geht, wird feststellen, dass dort mehr Siedlungsfläche ist als Grünfläche. Wegen der hohen Bodenpreise wird das Grundstück, auf dem das Eigenheim errichtet werden soll, möglichst knapp bemessen.

Vielfach reicht es gerade mal um einen Weg ums Haus. Die vorgeschriebenen 3 m Abstand zur Grundstücksgrenze werden vielfach durch entsprechende Genehmigungen der Gemeinden unterschritten. So ist eine solche Eigenheimsiedlung eine Ansammlung von Eigenheimen, zwischen denen einige Pflanzen wachsen dürfen.

Von einem Garten am Haus kann dann nicht die Rede sein. Dementsprechend sieht die Gestaltung solcher Grünflächen auch aus. Rasen über alles, ein paar Koniferen, der Rest Wege. Möglichst die geringe Fläche ausnutzen und überdies noch pflegeleicht. Womöglich muss neben dem Haus auch noch ein Geräteschuppen sein.

Wem es gefällt, der soll es so haben

Diese, sich durch den Zwang der Geländereinsparung ergebende Gestaltung vom Grün am Haus muss jedoch keinesfalls immer so sein, und auch nicht so bleiben. So können auch auf dem kleinsten Grundstück Säulenbäume eine Vielfalt von Obst erzeugen, ohne Platz wegzunehmen. Auch auf einem noch so schönen Zierrasen kann ein Niedrigwuchs-Obstbaum ansehnlich sein und nützlich.

Insbesondere in Bezug auf Schattenwurf. Überhaupt Schatten. Selbstverständlich ist an einem neu gebauten Einfamilienhaus kein Baum stehen geblieben. Die Bauleute haben immer ganze Arbeit geleistet, selbst in einem Gebiet, wo alte Bäume rings rum stehen. Daher ist Schatten auf einen solchen Grundstück Luxus. Das wird ausgeglichen durch eine Markise am Haus, eine überdachte Terrasse oder einen Sonnenschirm.

Und so sieht dann auch des Deutschen kleines Glück aus. Selbstverständlich, ein großer Baum wird dort nicht mehr wachsen können. Aber auch niedrige Bäume haben irgendwann einmal eine Krone. Und diese kann, entsprechend dem Sonnenstand vernünftig gepflanzt, kostenlosen Schatten spenden.

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Nicht nur Rasen und Koniferen

Die sonnabendliche Beschäftigung aller Eigenheimer ist das Rasenmähen. Der eine mag einen englischen Rasen, für den anderen ist eine Unkrautwiese das Nonplusultra. Aber jeder Rasen muss alle 1 bis 2 Wochen gemäht werden. Um der grünen Eintönigkeit vorzubeugen, gehören in jeden Garten Blumentuffs, Ziersträucher, einjährige und mehrjährige Stauden. Diese können sehr gut auch auf einem kleinen Rasen platziert werden